Rodapitant (Varubi) als neue Behandlung für Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie zugelassen

Rodapitant (Varubi) als neue Behandlung für Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie zugelassen

Last Updated on September 6, 2015 by Joseph Gut – thasso

2. September 2015 – Die Amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat eben Rodapitant (Varubi) zugelassen. Rodapitant (Varubi)um soll Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (Emesis) verhindern. Rodapitant (Varubi) wird bei Erwachsenen in Kombination mit anderen Arzneimitteln (Brechreizhemmenden Agentien) eingesetzt um die Übelkeit und das Erbrechen im Zusammenhang mit einmaligen und wiederholten Zyklen von Erbrechen-induzierenden (emetogenen und hoch-emetogenen) Chemotherapien zu behandeln.

Übelkeit und Erbrechen sind häufige Nebenwirkungen bei Krebspatienten, welche sich einer Chemotherapie unterziehen müssen. Die unangenehmen Beschwerden können in solchen Fällen noch Tage nachdem die Chemotherapie-Arzneimittel abgesetzt wurden, andauern. Übelkeit und Erbrechen treten ab 24 Stunden bis zu 120 Stunden nach Beginn der Chemotherapie auf. Letztere wird als verzögerte Phase der Übelkeit und Erbrechen bezeichnÜbelkeitet, und diese verzögerte Form kann zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen. Anhaltende Übelkeit und Erbrechen können zu Gewichtsverlust, Austrocknung und Unterernährung bei Krebspatienten führen welche weitere Krankenhausaufenthalte zur Folge haben können. “Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen sind nach wie vor gravierende und wichtige Nebenwirkungen, welche die Qualität des Lebens der Patienten und manchmal ihre Therapie entscheidend stören können”, sagte Amy Egan, MD, die stellvertretende Direktorin des Büros zur Bewertung von Arzneimitteln III in der FDA Mitte für Arzneimittel-Auswertung und Forschung. “Die erfolgte Zulassung bietet Krebspatienten mit eine andere und zusätzliche Behandlungsoption zur Prävention der verzögerten Phase von Übelkeit und Erbrechen verursacht durch Chemotherapie”.

Rodapitant (Varubi) ist eine Substanz P/Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten (NK-1). Aktivierung von NK-1 Rezeptoren spielt eine zentrale Rolle bei Übelkeit und Erbrechen induziert durch bestimmte Krebs-Chemotherapien, insbesondere in der verzögerten Phase. Rodapitant (Varubi) wird Patienten in Tablettenform zur Verfügung gestellt.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Rodapitant (Varubi) wurde in drei randomisierten, doppelblinden, kontrollierten klinischen Studien mit Rodapitant (Varubi) in Kombination mit Granisetron und Dexamethason und einer Kontrolle-Therapie (Plazebo, Granisetron und Dexamethason) in 2.800 Patienten untersucht. Eine Gruppe von Patienten mit hoch emetogener Chemotherapie (z. B. Cisplatin und die Kombination von Anthrazyklin und Cyclophosphamid) und eine Gruppe von Patienten mit moderat emetogenen Chemotherapie wurden dabei untersucht. Mit Rodapitant (Varubi) behandelte Patienten hatten eine größere Reduktion in Erbrechen und  Übelkeit vor allem in der verzögerten Phase im Vergleich zu Patienten welche  ein Placebo erhielten.

Rodapitant (Varubi) hemmt das CYP2D6-Enzym, welches für den Metabolismus bestimmter Arzneimittel verantwortlich ist. Rodapitant (Varubi) ist kontrainduziert für den gleichzeitigen Einsatz mit Thioridazin kontraindiziert, ein Arzneimittel, welches durch das Enzym CYP2D6 metabolisiert wird. Bei gleichzeitiger Einnahme dieser zwei Arzneimittel wird möglicherweise die Konzentration von Thioridazin im Blut erhöht, welcher einen anormale und ernsthaft gefährliche Störung des  Herzrhythmus verursachen kann. Darüber hinaus sind die häufigsten Nebenwirkungen bei Patienten unter Rodapitant (Varubi) eine niedrige Zahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie), Schluckauf, verminderter Appetit, und Schwindel.

Ph.D.; Professor in Pharmacology and Toxicology. Senior expert in theragenomic and personalized medicine and individualized drug safety. Senior expert in pharmaco- and toxicogenetics. Senior expert in human safety of drugs, chemicals, environmental pollutants, and dietary ingredients.

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