Neuralink: Mister Tesla autopilotiert nun das Gehirn des Menschen

Neuralink: Mister Tesla autopilotiert nun das Gehirn des Menschen

Last Updated on June 11, 2023 by Joseph Gut – thasso

02. Juni 2023 –  Elon Musk (Mister Tesla) hat viele ehrgeizige Pläne, die nicht immer ganz aufgehen. Er ist ein Technologie Nerd, er ist extrem reich, und ja, er steht https://img.phonandroid.com/2020/07/elon-musk-neuralink-diffuser-musique-cerveau.jpghinter Tesla, SpaceX, und neuerdings hinter Neuralink. Ganz im Zeichen des Zeitalters von Fake-News hat Elon Musk nun angekündigt dass das von ihm gegründete Unternehmen Neuralink nach eigenen Angaben  von den US-Behörden die Zulassung zu Tests von Computerchips im menschlichen Gehirn erhalten hat. Er aussert sich dabei dahingehend, mitteilen zu können, dass Neuralink die Zulassung der FDA für den Start unserer ersten klinischen Studie am Menschen erhalten habe. Diese Genehmigung der Zulassungsbehörde FDA sei ein wichtiger erster Schritt. und heisse nichts anderes als dass sein Startup Neuralink jetzt im nächsten Schritt implantierte Chips im menschlichen Gehirn testen darf. Das Ziel ist dabei dass Gedanken direkt mit Computern kommunizieren können und vice versa. Diese letzten Meldungen scheinen jedoch verfrühtes Wunschdenken zu sein, da bis dato (Juni 2023) weder bei der Amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) eine klare Zulassung eines Gehirnchips zum Zwecke klinischer Versuche beim Menschen zu finden ist, noch im offiziellen Verzeichnis angemeldeter oder laufender klinischen Studien  bei ClinicalTrials.com eine entsprechende Studie von  Neuralink gefunden werden kann.

Brain Computer Interfaces (BCIs)

Was steckt denn nun in Neuralink? Neuralink ist ein US-amerikanisches Neurotechnologie-Unternehmen, das 2016 von Elon Musk und acht weiteren Investoren gegründet wurde. Es beabsichtigt sogenannte Brain Computer Interfaces (BCIs) zu produzieren, die das Gehirn des Menschen mit einem Computer verbinden sollen. Bisher sind KI, Machine Learning, Big Data, VR, AR und Bio-Technologie, durch externe Geräte in solche Prozesse gehandhabt, als medizinische Wissenschaftsbereich gemeinsam als die zukunftsprägenden Technologien mit dem meisten Innovationspotential angesehen. Doch was, wenn es noch einen anderen Forschungsbereich gibt? Einer, der es uns erlaubt, vollständig mit Computern zu verschmelzen? In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie Elon Musk mit Neuralink diese Vorstellung in die Realität umsetzt möchte.

Was wäre, wenn diese Geräte wirklich ein Teil unseres Körpers wären und wir sie mit Gedanken steuern könnten? Genau hier kommt Neuralink ins Spiel. Unser Gehirn enthält ein komplexes Netz aus ca. 86 Millionen Nervenzellen, die Neuronen oder auch graue Masse genannt werden. Man kann sich dieses Netz wie eine riesige Verflechtung von Kabeln vorstellen, die alle miteinander verknüpft sind. Dieses millionenfach vernetzte Kabelgeflecht hat einen gemeinsamen Anschluss zu einem weiteren sehr dicken Kabel in unserer Wirbelsäule. Wenn Du z.B. deinen Arm bewegen möchtest, schickt das Kabelgeflecht innerhalb deines Gehirns in unvorstellbar kurzer Zeit einen elektrischen Impuls an das dicke Kabel in deiner Wirbelsäule. Dieses Kabel

Das autopilotierte Kind.

wiederum schickt das Signal an die Muskeln in deinem Arm, was zu einer Bewegung führt. Diese elektrischen Impulse können durch Elektroden sichtbar gemacht werden.

Neuralink setzt hier an. Um ein sehr viel genaueres Bild über die elektrischen Signale in unserem Gehirn zu bekommen, hat Neuralink einen ins Gehirn zu implantierenden Chip mit dem Namen „Link“ entwickelt. Dieser Chip ist mit 1.024 Elektroden über mikroskopisch kleine Fäden verbunden, die etwa zehnmal kleiner sind als ein menschliches Haar. Der Chip erhält die elektrischen Signale über Elektroden und wandelt diese in binären Code um. Per Bluethooth lässt sich dieser Code an einen Computer senden, was es uns beispielsweise erlaubt, eine Maus oder einen bionischen Arm zu bewegen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat Neuralink nur Tests an Tieren durchgeführt. Zuletzt veröffentlichte das Unternehmen einen YouTube Clip mit dem Titel „Mind Pong“. In diesem Clip spielt das Äffchen Page, das zwei Neuralink Implantate besitzt, mit seinen Gedanken das Spiel Pong. Das Video findest Du hier. Dieses Video gilt als bahnbrechend, da für eine Erlaubnis für Versuche am Menschen meist effektive Studien an Affen benötigt werden. Falls am Ende des Tages Neuralink der Markteintritt mit medizinischen  Gehirnchips im Humanbereich gewährt werden sollte, könnten möglicherweise viele unterschiedliche Patienten-Gruppen von der Technologie profitieren. Vollständig gelähmte Menschen könnten Computer bedienen und sich so besser im Alltag zurechtfinden. Weiter denkbar sind Anwendungen für Betroffene von Alzheimer, Parkinson oder Epilepsie. Auch Menschen mit Prothesen könnten diese durch einen Link besser kontrollieren und sogar wieder einen Tastsinn bekommen. Und vor allem könnten Väter via deren PC’s / Handys ihre implantierten Kinder nach eigenen Gutdünken manipulieren und autopilotiren. Eine ethische Frage sei erlaubt: Wollen wir als Gesellschaft das wirklich?

 

Finde hier eine kurze Sequenz zu Elon Musk und Neuralink:

 

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Professor in Pharmakologie und Toxikologie. Experte in theragenomischer und personalisierter Medizin und individualisierter Arzneimittelsicherheit. Experte in Pharmako- und Toxiko-Genetik. Experte in der klinischen Sicherheit von Arzneimitteln, Chemikalien, Umweltschadstoffen und Nahrungsinhaltsstoffen.

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